Bindung zum Kind stärken

· Fototeam
Als Elternteil eines erwachsenen Kindes unterscheidet sich Ihre Rolle von der Erziehung eines jüngeren Kindes.
Die Bedürfnisse eines erwachsenen Kindes sind anders, und im Laufe der Jahre entwickelt sich die Beziehung zwischen Elternteil und Kind natürlich weiter.
Wenn die Bindung zu Ihrem erwachsenen Kind nicht so stark ist, wie Sie es sich wünschen, sollten Sie nicht entmutigt sein.
Familientherapeuten haben wertvolle Einblicke geteilt, wie Eltern eine positivere und unterstützendere Beziehung zu ihren erwachsenen Kindern aufbauen können. Hier sind die Schlüsselstrategien.
1. Vermeiden Sie ungebetene Ratschläge
Wenn ein erwachsenes Kind eine Herausforderung mit Ihnen teilt, mag es wie eine Gelegenheit erscheinen, Ratschläge zu geben. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass sie möglicherweise einfach nur jemanden zum Zuhören wollen. Der beste Ansatz ist zu fragen: „Suchen Sie nach Ratschlägen oder brauchen Sie einfach jemanden, der zuhört?“
Aufmerksames Zuhören und nur Ratschläge zu geben, wenn sie angefordert werden, kann die Verbindung zwischen Ihnen stärken. Es ist wichtig, ihre Autonomie zu respektieren. Sie waren einmal diejenige, die alle Entscheidungen traf, aber wenn Ihr Kind heranwächst, ändert sich ihre Rolle, und auch Ihre Rolle ändert sich. Anstatt sie zu dirigieren, bieten Sie Ihre Gedanken an, wenn sie sie einladen, und zeigen Sie Respekt für ihre Fähigkeit, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
2. Zeigen Sie Vertrauen in ihre Fähigkeiten
Ein erwachsenes Kind zu unterstützen bedeutet nicht, sich einzumischen, um ihre Probleme zu lösen. Sich selbst als Ansprechpartner zu betrachten, anstatt als Retter, hilft beim Aufbau gegenseitigen Respekts. Denken Sie daran, dass Ihr Kind in der Lage ist, schwierige Situationen zu bewältigen, und manchmal brauchen sie einfach nur jemanden, der ihre Herausforderungen versteht.
Anstatt sich auf das Problem zu konzentrieren, helfen Sie Ihrem Kind dabei, ihre Gefühle zu verarbeiten und zu eigenen Lösungen zu kommen. Anerkennen Sie ihre Stärke, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, was ihren Glauben an ihre Fähigkeiten stärkt und eine stärkere, unterstützendere Beziehung fördert.
3. Konzentrieren Sie sich auf Reparatur, nicht auf Schuldzuweisung
Schuld kann Beziehungen beschädigen, und mit dem Finger auf andere zu zeigen, führt nur zu mehr Frustration. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, die Bindung zu reparieren.
Sich für jegliches verursachte Leid zu entschuldigen und sich zu positiven Veränderungen zu verpflichten, ist deutlich produktiver. Verstehen Sie, dass die Anliegen eines Kindes nicht gleichbedeutend mit Schuldzuweisungen an Sie als Elternteil sind. Mit einer Einstellung zur Verbesserung voranzukommen, fördert eine gesündere Dynamik. Bei Bedarf kann die Hilfe eines Therapeuten Anleitung bei der Bewältigung der emotionalen Komplexitäten der Beziehung bieten.
4. Führen Sie regelmäßige Beziehungs-Check-ins durch
Die Annahme, dass keine Nachrichten gute Nachrichten sind, kann ein Fehler sein. Regelmäßige Überprüfungen des Standes Ihrer Beziehung können Missverständnissen vorbeugen und Ihr Engagement für Wachstum stärken.
Stellen Sie Fragen wie: „Wie fühlt sich unsere Beziehung für Sie an?“ und „Fühlen Sie sich unterstützt?“ Ein Beziehungs-Check-in ist eine Gelegenheit, die Bedürfnisse Ihres Kindes zu verstehen und Ihren Ansatz anzupassen, um eine für beide Seiten vorteilhafte Verbindung zu gewährleisten. Diese Art proaktiver Engagement signalisiert eine echte Absicht, die Bindung zu stärken.
5. Respektieren Sie ihre Gefühle
Wenn ein erwachsenes Kind sich über ihre Erfahrungen öffnet, ist es entscheidend, mit Empathie zu reagieren. Vermeiden Sie es, ihre Gefühle abzutun oder ihnen vorzuschreiben, wie sie denken oder fühlen sollten. Selbst wenn Sie mit ihrer Perspektive nicht einverstanden sind, hören Sie aufmerksam zu und validieren Sie ihre Emotionen.
Ein offenes Ohr anzubieten, ohne sofort das Problem lösen zu wollen, kann einen sicheren Raum für offene Kommunikation schaffen. Konzentrieren Sie sich auf die Emotionen hinter den Worten, anstatt über die Details zu debattieren. Oft reicht es, einfach da zu sein und aufmerksam zuzuhören, um Unterstützung zu zeigen.
6. Unterstützen Sie Grenzen
Kinder errichten oft Grenzen in Bezug auf persönliche Themen oder physischen Raum, wenn sie heranwachsen. Anstatt diesen Grenzen zu widerstehen, sollten Eltern sie respektieren, da sie das Bedürfnis des Kindes nach gesunden, respektvollen Interaktionen widerspiegeln. Grenzen helfen dabei, das Vertrauen aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass die Beziehung weiterhin in eine positive Richtung evolviert.
Wenn Eltern die Grenzen ihres Kindes anerkennen und respektieren, zeigen sie Verständnis für dessen Bedürfnis nach Raum und Autonomie, was die Beziehung stärkt.