Finanzierung
Leonie
Leonie
| 27-02-2026
Wissenschaftsteam · Wissenschaftsteam
Finanzierung
Hallo Lykkers, hast du schon einmal darüber nachgedacht, ein Geschäftsunternehmen mit einem Partner zu gründen, aber dich unsicher gefühlt, wie du es finanzieren sollst?
Du bist nicht allein. Viele Unternehmer sind begeistert von der Zusammenarbeit, zögern jedoch, wenn es um die Finanzierung geht.
Die gute Nachricht ist, dass es mehrere Finanzierungsoptionen für Joint Ventures gibt - jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen - und sie zu verstehen kann dir helfen, eine gesündere Grundlage für Wachstum zu schaffen.

Was ist ein Joint Business Venture?

Bevor wir uns mit der Finanzierung beschäftigen, hilft es zu definieren, was ein Joint Business Venture (JBV) ist. Einfach ausgedrückt ist es eine strukturierte Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Parteien Ressourcen, Fachwissen und Kapital bündeln, um ein gemeinsames Geschäftsziel zu verfolgen.
JVs können projektbasiert oder langfristig sein und sind in Start-ups, Immobilien, Technologieprojekten und länderübergreifender Expansion üblich.
Da mehrere Parteien beteiligt sind, können die Finanzierungsbedürfnisse größer sein und die Entscheidungsfindung komplexer - daher ist es wichtig, den richtigen Finanzierungsansatz zu wählen.
1. Eigenkapitalfinanzierung
Eigenkapitalfinanzierung bedeutet, Kapital zu beschaffen, indem man Anteile am Joint Venture an Investoren verkauft.
Dies könnte private Investoren, Business Angels oder Risikokapitalgeber sowie Crowdfunding-Plattformen (abhängig von der Eignung und Struktur) umfassen.
Vorteile:
Du vermeidest planmäßige Rückzahlungen, und erfahrene Investoren können Anleitung bieten;
Überlegungen:
Du gibst einen Teil des Eigentums und zukünftiger Gewinne auf, daher benötigst du klare Governance-Regeln (Stimmberechtigung, Verwässerungsklauseln und Streitbeilegung), um später Reibungen zu reduzieren. Eigenkapitalfinanzierung passt im Allgemeinen am besten, wenn das JV ein starkes Wachstumspotenzial hat und die Partner bereit sind, die Kontrolle zu teilen.
2. Fremdfinanzierung
Fremdfinanzierung bedeutet, Geld zu leihen, das das JV (oder die Partner) mit Zinsen zurückzahlen müssen. Zu den häufigen Quellen gehören Bankkredite, Kreditlinien und andere strukturierte Kreditoptionen.
Vorteile:
Partner können das Eigentum behalten, während sie geliehenes Kapital zum Wachstum nutzen;
Überlegungen:
Schulden bringen feste Verpflichtungen mit sich, die den Cashflow belasten können, und Kreditgeber können Sicherheiten oder eine gute Bonität verlangen;
Bevor man sich für Schulden entscheidet, sollten Partner die Rückzahlungspläne auf Herz und Nieren prüfen:
Könnte das Unternehmen immer noch Zahlungen leisten, wenn die Einnahmen vorübergehend sinken oder die Kosten steigen? Fremdfinanzierung ist in der Regel am besten, wenn das Unternehmen über einen stabilen, vorhersehbaren Cashflow verfügt.
3. Beiträge der Partner
Eine der einfachsten Finanzierungsmethoden sind direkte Beiträge von jedem Partner. Jede Partei trägt Bargeld, Vermögenswerte oder Dienstleistungen entsprechend einer vereinbarten Aufteilung des Eigentums bei.
Vorteile:
Das Unternehmen bleibt vollständig von den Partnern kontrolliert, und das Setup kann unkompliziert sein, wenn die Erwartungen abgestimmt sind;
Überlegungen:
Die Partner müssen dokumentieren, wer was beiträgt, wie der Wert gemessen wird (insbesondere für nicht-kapitalintensive Vermögenswerte) und was passiert, wenn ein Partner einen zukünftigen Kapitalaufruf nicht erfüllen kann. Eine klar definierte Vereinbarung verhindert Resentiments und schützt Beziehungen.
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4. Hybridfinanzierung
Viele Joint Ventures verwenden einen hybriden Ansatz - sie kombinieren Partnerbeiträge, Eigenkapital und Schulden. Zum Beispiel können Partner anfängliche Setup-Kosten finanzieren, dann Schulden für die Expansion verwenden und später neues Eigenkapital für größere Wachstumsinitiativen einbringen.
Hybridstrukturen können das Konzentrationsrisiko reduzieren, erfordern jedoch zusätzliche Klarheit darüber, wer neue Finanzierungen genehmigt, wie Verwässerung funktioniert und wie Rückzahlungen priorisiert werden.

Experteninsight

Benjamin Graham, Investor und Autor, schreibt:
"Der individuelle Investor sollte konsistent als Investor handeln und nicht als Spekulant." In einem JV-Kontext bedeutet diese Denkweise, eine Finanzierung zu wählen, die zu deinem langfristigen Plan passt - anstatt die schnellste oder schillerndste Option zu verfolgen.

Wichtige Überlegungen vor der Auswahl einer Finanzierungsoption

Erstens, stimme dich hinsichtlich des Risikoappetits ab:
Wie viel Rückzahlungsdruck oder Eigentumsbeteiligung kann jeder Partner akzeptieren?
Zweitens, berücksichtige die Unternehmensphase: Frühe Unternehmen könnten stärker auf das Kapital der Partner oder Eigenkapital angewiesen sein, während stabilere Unternehmen für Kredite qualifizieren könnten.
Drittens, überprüfe Umsatzannahmen unter Druck, damit das JV Schwankungen standhalten kann.
Bestätige schließlich die Partnerabstimmung in Bezug auf Verantwortlichkeiten, Entscheidungsrechte und Ausstiegsbedingungen - denn Finanzierung ist nur "einfach", wenn Erwartungen klar schriftlich festgehalten sind.

Abschließende Gedanken

Die Finanzierung eines Joint Business Ventures muss nicht kompliziert sein.
Indem du die verfügbaren Optionen - Eigenkapital, Schulden, Partnerbeiträge oder einen hybriden Ansatz - verstehst, kannst du informierte Entscheidungen treffen, die das Wachstum unterstützen, während du das Risiko bewältigst.
Die erfolgreichsten JVs behandeln die Finanzierung als Teil des Partnerschaftsdesigns: klare Bedingungen, geteilte Erwartungen und eine Struktur, die auch dann funktioniert, wenn sich die Bedingungen ändern.